ZWISCHENSINN meist befinde ich mich auf der suche. leider und glücklicherweise komme ich nie an.
 
 

Wenn die Kirche dem Geld verfällt...

Momentan werden wir in den Medien mit Empörung stiftende Informationen über das Verhalten vom Bischof Tebartz-van Elst bombardiert. Verwerflich ist, dass im Christentum Bescheidenheit und in den Klöstern gar Armut gelehrt wird...

Seid den Kreuzzügen und dem damit verbundene Streben nach Macht und Einfluss, waren die Kirchenamtsinhaber stets nach mehr Reichtum bemüht. Früher schreckten sie nicht davor zurück, das Geld selbst von den Ärmsten zu nehmen, indem sie sie in Angst und Schrecken vor dem drohenden Fegefeuer versetzten.

Im Bezug auf aktuelle Ereignisse frage mich, ob es wirklich notwendig ist, dass ein Bischof zwischen 5000 und 8000 € Netto verdient. Welche Ausgaben sind so hoch, dass dieser so viel Geld braucht? Noch dazu werden im Wohnung, Tansporte und Essen finanziert... Vielleicht ist das eine Form der Anerkennung, die mit Reichtum gezollt wird. Das wäre dann die Ironie in der gelehrten Geisteshaltung begründet in deren Religion.

Heute ist selbstverständlich, dass jeder Steuerzahler auch Kirchensteuer zahlt, um den Kirchenapparat am Laufen zu halten. Sicherlich profitieren wir von den Diensten der Kirche durch ihr soziales Engagement. Aber in wieweit der gesunde Menschenverstand dabei eingesetzt wird, ist eher fraglich...

Da lob ich mir doch den guten Jesus und die Mönche des Buddhismus, die die Gaben der Menschen ohne einer Erwartungshaltung, aus einem ehrlichen Zuwendun der Anerkennung, eingeholen.

Meine Vorstellung von einer aufrichtigen Glaubensarbeit ist, dass sie für die Menschen praktiziert wird, die wirkliches Interesse für deren Inhalte haben. Die kirchlichen Organisationen sollten wie beispielsweise das Parteiensystem strukturiert und finanziert werden.

Natürlich würde das erst mal bedeuten, dass die Kirchen wesentlich weniger Beigetretene haben werden, weil man sich erst einmal bewusst für die Mitgliedschaft entscheiden müsste. Dadurch wäre weniger Geld vorhanden und Kirchenamtsinhaber müssten entlassen, bzw. Kirchen geschlossen werden (damit wären aber auch die Gottesdienste angemessen gefüllt...).

Wenn ich das Verhalten der doch so menschlichen Geistlichen hinterfrage, scheint mir der Mangel an Geldern eher förderlich. Soziale Projekte sollten aus Mitgliedschaften eingehohlte Geldern finanziert, bzw. mit staatlichen Mitteln nach einem sorgfältigen Abwegen von Für und Wieder durch eine transparante und unabhängige Kontrollinstanz gefördert werden.

Ich denke, dass dieses Modell erst dann in Kraft treten wird, wenn die Meisten wirklich ausgetreten sind... Falsch wäre, der Kirche ein Rettungspaket beizusteuern, so wie das für Griechenland gemacht wurde. Denn dafür sind wir doch zu unabhängig von dem Christentum.

Schade ist nur, dass der Mensch dafür verantwortlich ist, dass im Grunde für ihn wertvolle Gedanken durch sein Verhalten zunichte gemacht werden. Würde der Kirchenapparat in der heutigen Form nicht existieren, dann würden sich mehr Menschen für das Christentum interessieren und sich damit identifizieren.

14.10.13 19:47

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


el.commandante / Website (15.10.13 01:11)
interessanter g.dankengang. mir selbst ist die kirche, unabhängig von diesem fall, schon immer mehr als suspekt. ich setze einiges an hoffnung in franziskus. auf seine entscheidung bin ich neugierig. ich bin bei keiner kirche. schon lang nicht mehr. mich interessiert das urchristentum, die mystiker und viele andere religionen..

schlaf süß und träum gut
energie für den heutigen tag schicke, licht, wärme

LG
ΞĻ ζФmmαηδαητe


zwischensinn (15.10.13 07:47)
Das Urchristentum meinste ich auch mit dem, was dem Menschen gut tut...
Was erwartest du von Franziskus?

Wünsche dir einen guten Start in den Tag!
LG zurück!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen