ZWISCHENSINN meist befinde ich mich auf der suche. leider und glücklicherweise komme ich nie an.
 
 

Endstation?

Ist es verwerflich, heutzutage in einer Partnerschaft zusammen zu leben, obwohl man sich nicht mehr wirklich liebt, sich vielleicht sehr gern hat, nur um nicht allein zu sein und nicht mehr enttäuscht zu werden?

Irgendwann verschließt man sich doch ganz der Liebe und einer weiteren Chance .

Oder entsteht mit der Zeit eine neue Liebe zwischen zwei Menschen, die sich schon sehr lange kennen und Vieles gemeinsam durchgestanden haben, basierend auf großem Vertrauen und tiefer Zuneigung? Nur um sich irgendwann bewusst machen zu müssen: "Man weiß ja, was man an dem Anderen hat!" und sich im Zweifelsfalle wieder füreinander zu entscheiden?

Aber... wenn man das Gegenüber nicht wirklich liebt und sich trotzdem an die Partnerschaft bindet, dann erfährt man ja nie, was hätte noch sein können. Vielleicht haben sie schon längst den Gedanken beiseite geschoben, dass sie das Glück einer großen Liebe nochmal einholen könnte.

Oder sie haben den Mut verloren, das Jetzt abzuschließen und noch einmal ganz von Vorne zu beginnen.

Oder sie können nicht mehr mit sich allein sein... Nicht umsonst verlieren viele alte Menschen den Lebensmut, wenn die Partnerin, der Partner verstorben ist. Sie gehen bald hinterher oder verfallen gewissen Ablenkungen...

Oder sie geben sich einen Grund, sich der Beziehung verpflichtet zu fühlen. Aber, es gibt keinen Grund, mit einem Menschen in einer Beziehung zu leben. Wir sind im Grunde ungebunden, können freie Entscheidungen treffen, weil wir wirtschaftlich unabhängig und sozial gleichwertig sind.

Es gibt immer wieder eine neue Chance, dem Leben zu begegnen...

8.10.13 14:33

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leander (8.10.13 16:31)
Oh, je, die Facetten der Liebe sind derartig vielfältig, so dass ich behaupte, "die wahre Liebe" die gibt es nicht, sie verbirgt sich in all den Formen die du u.a. hier angedeutet hast.
Ergo: es macht keinen Sinn, ihr wieder und wieder nachzuhecheln. Dies ist allerdings eine widrige Modeerscheinung und führt allenthalben zu grausligen Verhältnissen, kaum zu liebesartigen Betiehungen.


zwischensinn (8.10.13 17:49)
Wahrscheinlich stürzt man sich in eine neue Beziehung, wenn man dem Alten überdrüssig geworden ist. Das Unbekannte ist aufregend und verleiht dem Leben neuen Schwung. Das hat aber nichts mit den Personen der bestehenden Beziehung zu tun, sondern vielmehr mit dem Wunsch nach Veränderung, nach dem "Sturm der Liebe", nach etwas, dass das eigene Leben umkrämpelt und einen wieder in seinen Bann zieht. Dabei werden Beziehungen konsumiert, wie ein guter Kinofilm (sehr provozierend ausgedrückt!).

Ist allerdings der Fall, dass man sich nicht mehr versteht, weil man sich voneinander weit entfernt hat, dann behaupte ich, dass man sich nie wirklich Nahe gekommen ist...
Ich denke schon, dass es so eine Art Seelenverwandtschaft gibt. Diese Verwandtschaft hat für mich allerdings wenig mit der (von dir so treffend bezeichnete) Modeerscheinung "Die Suche nach der wahren Liebe" zu tun. Sie ist nicht begehren oder aufwühlend. Sie nervt einen nicht und man wird ihr nicht überdrüssig. Es ist vielleicht ein bisschen so, als würde man zu Hause angekommen sein... Das bedeutet für mich, wenn man seine Liebe des Lebens gefunden hat.

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