ZWISCHENSINN meist befinde ich mich auf der suche. leider und glücklicherweise komme ich nie an.
 
 

Immer wieder auf Start

Seelig sind die Menschen, denen die Erfüllung der täglichen Arbeit genügt und die keine großen Ansprüche zur geistigen und emotionalen Befriedigung haben.

Die Vorstellung an einem Endpunkt im Leben zu stehen und zu merken, dass man sein halbes Leben im Wachkoma verbracht hat, ist für mich so sehr erschreckend, dass ich mich weigere, meine aktuellen Lebensverhältnisse zu akzeptieren. Leider habe ich in meinem bisherigen Leben Momente der tiefsten Klarheit und Erfüllung erlebt, sodass ich mich sonst dauerhaft auf Entzug fühle. Manchmal komme ich diesem Zustand der absoluten Befriedigung und der inneren Harmonie sehr nahe, um dann wieder ins alte Elend zurückzufallen. Nach außen hin wirke ich auf andere wie in einer inneren Ruhe versunken (wie mir eine Kollegin ihre Beobachtung schilderte), stattdessen befinde ich mich in größter Gleichgültigkeit!

Anstrengend wird es dann, wenn ich Interesse heucheln und mich zur Pflichterfüllung zwingen muss. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht weiß, wofür ich eigentlich existiere und ich nach jahrelanger Suche die Hoffnung daran verliere, denn Sinn meines Daseins zu finden. Und gleichzeitig weiß ich, dass diese Selbstzweifel überhaupt gar nichts bringen und einen selbst - und alle anderen mit - nur weiter runter  ziehen.

Dazu fällt mir eine Weisheit ein, die ich letzte Woche im Fernsehen gehört habe: „Wenn durch das geöffnete Fenster der Wind bläst, dann kann man sich fragen, woher der Wind kommt oder- man schließt das Fenster.“

25.9.13 20:10

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