ZWISCHENSINN meist befinde ich mich auf der suche. leider und glücklicherweise komme ich nie an.
 
 

Der Sinn dazwischen

Seitdem ich blogge fühle ich mich lebendiger, weil es mir hilft, "darüber hinaus zu denken". Man könnte es auch (Aufgemerkt: Jetzt kommt die Bedeutung meines Blogs als Wortspiel daher) als Suche nach den Sinn dazwischen, also dem "Zwischensinn", nennen.

Für mich ist das Bloggen ein Mittel zum Zweck. Das was ich erlebe, stimmt mich häufig sehr nachdenklich. Wenn ich meine Gedanken durch das Schreiben sortiere, dann hilft mir das, meine Umwelt und das Erlebte einzuordnen. Der Austausch mit anderen Blogger erweitert meinen Horizont und ergänzt oder verändert meine Ansichten.

Im Rahmen von Gesprächen ist dies niemals in dieser Intensität möglich. Ich muss in Ruhe und für mich allein meine Gedanken formulieren. Dann kann sich der Leser ebenfalls für sich und in Ruhe vor seinem Rechner seine Meinung bilden und diese dann als Kommentar weitergeben.

Für mich bedeutet das eine innere Freiheit, die den Austausch, für mich unruhigen Geist, tiefsinniger und erfüllter macht. Denn ich bin nicht Buddha (will dieser auch nicht sein!), dem nichts zu sehr aufwühlt, was von anderen kommt. Außerdem braucht er den Austausch in dieser Form nicht, weil er ein geistlicher Mensch ist und seine Erfüllung, seine Erkenntnis im Alleinsein und in der Stille der Meditation sucht.

Ich stehe mit einem Fuß auf der Erde und mit dem anderen in der Welt des Geistes. Beides und die Emotion kombiniere ich in diesem Blog.

4 Kommentare 12.10.13 18:02, kommentieren

Aufbruchsstimmung

Heute scheint für mich der Tag des Vogels zu sein...

Gerade eben hat sich über der Siedlung, in der ich wohne, ein beeindruckendes Naturschauspiel ergeben. Wie aus dem nichts fing ein rießen Vogelschwarm in einer erhabenen Lautstärke das Zwitschern an. Verwundert schaute ich aus dem Fenster und saß, wie aberhunderte Vögel sich dicht über den Dächern in der Luft versammelten. Das Zwitschern wirkte dabei wie ein mächtiger Trommelwirbel, mit dem die bereits versammelten Schwärme die Restlichen ihrer Artgenossen zusammen rufen wollten, um dann gemeinsam in den Süden zu ziehen.

Was für eine grandiose Aufsbruchsstimmung! Das habe ich bisher mit diesem ganzen Tam Tam und in der Lautstärke noch nie erlebt. Grad wichtig hatten sie es!

Etwas Ähnliches ist mir auf einer Radltour passiert. Auf einem weiten Feld standen einige Dutzend Störche. Wie nach scheinbar einem unsichtbaren Kommando erhoben sich die Störche gemeinsam in die Luft und flogen dann in die weite Ferne.

Das lässt mich sensibel melancholisch stimmen...

4 Kommentare 12.10.13 16:06, kommentieren

Die Schönheit im Tod

Man kann es auch makaber nennen, dass ich einen toten Vogel fotografiert habe...

Als ich den Vogel so daliegen sah, nahm mich nach einem kurzen Trauergefühl seine Anmut und Schönheit so in den Bann, dass ich mir dachte, bevor dieser Vogel zur Erde übergeht, muss ich seine Schönheit festhalten.

Der Vogel wirkt auf mich ein wenig, wie das schlafende Schneewittchen. Für die Beerdigung werden die Verstorbenen zurecht gemacht, damit man sie ein letztes Mal in ihrer Schönheit betrachten und in Würde loslassen kann. Ich denke, dass dieser Grund mich dazu bewogen hat, den schönen, toten Vogel zu fotografieren.

1 Kommentar 12.10.13 12:17, kommentieren

Man wundert sich

Hinweis für kalte Tage wie der heutige :D

Diese Foto habe ich in einer hamburger U-Bahn geschossen.

4 Kommentare 11.10.13 18:58, kommentieren

Auf eine gute Zusammenarbeit!

Derzeit wird im ganzen Land darüber diskutiert, ob die CDU/CSU mit den Grünen oder der SPD eine Regierung bilden soll.

Ich denke, dass es in der Koalition um Zusammenarbeit geht. Damit meine ich, dass jede Partei seine Ideale formuliert, daraus gemeinsam Ziele entwickelt werden, der Weg zur Zielerreichung geebnet wird und dann Maßnahmen umzusetzten, um die Ziele zu erreichen. Dabei ist unwichtig, ob eine Partei "gewinnt" oder nicht. In der Regierung sind die Parteien keine Gegner und sie sollten sich nicht streiten. Dafür gibt es die Opposition. Sie hat die Funktion, die Regierung zu kritisieren und zu kontrollieren

Der gleichen Meinung ist auch Herr Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Mit ihm denke ich, dass eine Regierung aus CDU/CSU und den Grünen funktionieren könnnte...

2 Kommentare 11.10.13 09:47, kommentieren

Projekt "Intuition" Teil 1 von 10

"Was wirklich zählt, ist Intuition." Albert Einstein

Heute lief im Vorabendprogramm auf BR alpha die erste Folge der Dokureihe "Auf den Spuren der Intuition gesehen".

Der im Titel zitierte Satz von Einstein sagt aus, dass der Mensch nicht nur über das rationale Denken verfügt. Die transzendale Ebene geht über dieses Verständnis hinaus und stellt den Menschen in seiner Ganzheit dar. Die transzendale Ebene kann auch als die ursprungliche Ebene bezeichnet werden, aus dem die Lebensenergie und die Liebe strömt (vgl. Teil 1 - 7 aus der Kategorie "MENSCHERGRÜNDUNG" in meinem Blog).

Die Intution ist ein Wissen, welches aus der Methaebene schöpft und mit dem wir komplexe Sachverhalte verstehen können. Unser gesamter Denkapparat besteht aus dem logischen und dem intuitiven Teil, sodass wir über dem logischem Wissen hinaus erahnen können, was für den rationalen Verstand unbegreiflich ist.

Es ist ein unbewusstes Wissen davon, was man machen möchte oder was zu tun ist, aber nicht weiß warum. Es ist das Ahnen von Etwas, bevor wir darum verstandesmäßig wissen.

Deswegen ist die Wissenschaft soweit, wie sie heute ist, weil die Menschen über erworbenes Wissen hinausdachten und neue Wege einschlugen.

Auch in der Kunst in die Intuition nicht wegzudenken. Mit ihr kehrt der Mensch in sein Innerstes und lässt durch sein Werk die erkannte Wahrheit nach Außen hin sichtbar werden.

Mithilfe der Intution lässt sich auch das für den Verstand unbegreifliche "Wissen" einer Mutter begründen, was ihr Kind braucht und wie es ihm geht, obwohl sie nicht in seiner Nähe ist. Dieses Wissen wird auf der sogenannten methaphisischen Ebene kommuniziert, die den rationalen Menschen unserer Zivilisation fremd ist und darum auf Unbehagen stößt.

Dieser Fähigkeit des Unterbewusstseins wurde bislang von dem Menschen, die in den westlichen Ländern leben, zu wenig Aufmerksamkeit gezollt, sodass wir eher unserem Verstand statt dem Bauchgefühl vertrauen. Gründe sind in dem Maschinenzeitalter zu finden, in der wir uns auf die Funktion der Maschinen konzentrierten, bis wir selbst anfingen, wie Maschinen zu funktionieren.

Menschen, die tief mit der Natur verbunden und weniger dem Stress unserer Zeit ausgesetzt sind, führen ihr Leben im Einklang mit sich und wissen um ihre transzendale Realität.

Unser Weltbild gründet auf Rationalität und Vernunft - sie macht uns zum Menschen. Wir sind aber Beides: Verstandsbezogene und intuitiv handelnde Wesen. Die Intuition erweitert unser Menschsein. Mit ihr sind wir vollständig und werden fähig, ein erfülltes Leben zu leben.

2 Kommentare 10.10.13 21:04, kommentieren

Neuinterpretation "Swan Lake"

     

      Fotografie, 2010                                               MELANCHOLIA

10.10.13 13:01, kommentieren

Die wirklich interessanten...

... und wichtigen Berichte, Reportagen, Dokumentationen und Filme laufen erst nach 22 Uhr! Deswegen wache ich jeden Morgen übermüdet auf.

Sie bedienen nicht den Mainstream und gaukeln keine heile Welt oder distanziert genossene Spannung in Aktion- oder Krimifilmen vor. Sie zeigen, wie die Welt wirklich ist... Eigentlich unverantwortlich, dass diese wertvollen Fernsehberichte nicht dann gezeigt werden, wenn die Meisten auch Fernsehen. Aber man kann ja niemanden zwingen, diese Berichte anzusehen, wollen vorm Fernseher "entspannen".

Das Fernsehschauen kann bilden und einen weiter bringen. Es kommt nur darauf an, wie dieses Medium konsumiert wird...

3 Kommentare 10.10.13 08:44, kommentieren

Selbstgefälligkeiten

Heute war ein schöner Tag. Wie befreit habe ich mich gefühlt und die Arbeit ging leicht und kreativ von der Hand. Selbst die Kinder waren heute gelöst und zeigten ungewöhnliche Begeisterung für gemeinsame Aktivitäten. Sie trauten sich etwas zu und waren motiviert, am Angebot meiner Kollegin teilzunehmen.

Der Grund? Meine Chefin war krank.

 

Ich funktioniere nicht unter Druck. Die Kinder auch nicht. Mit der Zeit lernen sie zwar, die Angst zu unterdrücken und zeigen irgendwann das erwünschte Verhalten oder beteiligen sich wie erwartet am Geschehen. Aber sie werden es mechanisch tun, aus Angst und ohne Freude.

Seid heute weiß ich, dass ich mich wie blockiert und stark verunsichert fühle, wenn sie sich in meiner Nähe befindet. Dann stirbt die Freude ab und weicht einer depressiven Stimmung. Ich sitze diese Stunden nur noch aus und das eigentlich Schöne an meiner Arbeit ist für mich nicht mehr sichtbar.

Besonders hasse ich es, wenn sie über die Eltern oder die Kinder lästert. Dabei versetzt sie sich in keinster Weise in ihre Lage oder versucht ihre Beweggründen zu verstehen. Es zählt, was SIE sieht und wie SIE es wahrnimmt. Es ist wichtig, wie man nach Außen hin wirkt. Sie erwartet von Anderen absolute Leistungsbereitschaft und geht selbst krank in die Arbeit.

Zudem hasse ich ihre Art, wie sie im Morgenkreis versucht, Informationen aus den Kindern zu pressen, von denen jeder weiß, dass sie die Kinder von der kognitiven Entwicklung geben könnten und in keinster Weise wahrnimmt, wie verunsichert und verklemmt die Kinder sind. Eigentlich logisch, dass sie damit keinen Erfolg hat! Allerdings liegt das dann nicht an ihr, sondern an der Dummheit und Faulheit der Kinder!

Außerdem kann ich nicht leiden, wenn sie mich versucht, auf ihre Seite zu ziehen, indem sie meinen Blick und damit die Bestätigung für ihre Art mit den Kinder umzugehen sucht. Sie erwartet, dass ich ihren Gedanken zustimme, lache, wenn sie lacht und sie damit ihr Verhalten unterstütze. Ich kann manchmal nur noch versuchen ihrem Blick auszuweichen und halbherzig zu lachen. Das ist mir sowas von unangenehm! Am liebsten würde ich ihr meine Meinung ungebremst ins Gesicht schleudern und ich sagen, was für ein überheblicher, selbstgefälliger und furchteinflösender Drache sie ist!

Diese negativen Adern meiner Chefin sind allerdings nicht sehr leicht zu durchschauen, weil sie stets darum bemüht ist, nach Außen hin ein perfektes und angepasstes Bild zu zeigen. Allerdings weiß ich, dass sie selbst mehr Dreck am stecken hat, als sie sich selbst wahrscheinlich eingestehen möchte...

Die Kinder vertrauen ihr nicht und suchen entweder die Nähe einer Kollegin oder meine Nähe. Spätestens dann muss ich mir doch Gedanken machen?!

Vor der langen Sommerpause hat sie mir die Hölle heiß gemacht, als sie mir in einem Gespräch verdeutlichte, dass ich in einem Arbeitsjahr 11 Urlaubstage hatte und ich dem Team wenig nützlich sei, wenn ich so oft (!) krank wäre. Außerdem hätten sich meine Kollegen  viele Gedanken über mich gemacht, weil ich kurz hintereinander eine Lungenentzündung und dann einen Kreislaufkollaps wegen einer Nervenreizung im Rückenmark hatte. Sie wolle ja nicht, dass das Gerede in Mobbing ausartet...

Sie hat doch keine Ahnung, was eigentlich los ist und das sie der Grund für die von ihr beanstandeten Missstände ist. Für die Kinder (um die geht es ja schließlich in einem Kindergarten...) und mich wäre es das Beste, wenn sie einfach nicht mehr kommen würde... Dann hätten die Kinder und auch ich wieder Freude an der gemeinsamen Zeit.

Um den Konfrontationskurs zu fahren, fehlt mir der Mut. Ich könnte ihr zwar sagen, was ich von ihr halte, aber ich bezweifle, dass das was bringt. Das Einzige, was ich im Moment tun kann ist, eine andere Ansicht als die Ihre einzubringen und das Verhalten der Kinder zu übersetzten.

So. Das wollte ich hiermit mal alles loswerden. Vielleicht bin ich dann meiner inneren Anspannung  los geworden und habe mich damit etwas mehr von ihrer negativen Aura lösen können...

Wünsche euch noch einen schönen Abend!

4 Kommentare 9.10.13 20:37, kommentieren

Empfehlung des Tages

Bei Mangel an Sonnenschein hilft ein Solariumbesuch, um nicht der Dristesse zu verfallen, die da draußen schon seit Tagen herrscht...

Mein Vorschlag: Im Solarium die Augen schließen und sich dieses Bild vorstellen.

9.10.13 12:13, kommentieren