ZWISCHENSINN meist befinde ich mich auf der suche. leider und glücklicherweise komme ich nie an.
 
 

Der Sinn dazwischen

Seitdem ich blogge fühle ich mich lebendiger, weil es mir hilft, "darüber hinaus zu denken". Man könnte es auch (Aufgemerkt: Jetzt kommt die Bedeutung meines Blogs als Wortspiel daher) als Suche nach den Sinn dazwischen, also dem "Zwischensinn", nennen.

Für mich ist das Bloggen ein Mittel zum Zweck. Das was ich erlebe, stimmt mich häufig sehr nachdenklich. Wenn ich meine Gedanken durch das Schreiben sortiere, dann hilft mir das, meine Umwelt und das Erlebte einzuordnen. Der Austausch mit anderen Blogger erweitert meinen Horizont und ergänzt oder verändert meine Ansichten.

Im Rahmen von Gesprächen ist dies niemals in dieser Intensität möglich. Ich muss in Ruhe und für mich allein meine Gedanken formulieren. Dann kann sich der Leser ebenfalls für sich und in Ruhe vor seinem Rechner seine Meinung bilden und diese dann als Kommentar weitergeben.

Für mich bedeutet das eine innere Freiheit, die den Austausch, für mich unruhigen Geist, tiefsinniger und erfüllter macht. Denn ich bin nicht Buddha (will dieser auch nicht sein!), dem nichts zu sehr aufwühlt, was von anderen kommt. Außerdem braucht er den Austausch in dieser Form nicht, weil er ein geistlicher Mensch ist und seine Erfüllung, seine Erkenntnis im Alleinsein und in der Stille der Meditation sucht.

Ich stehe mit einem Fuß auf der Erde und mit dem anderen in der Welt des Geistes. Beides und die Emotion kombiniere ich in diesem Blog.

12.10.13 18:02

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ehrlicheworte (12.10.13 18:27)
Könnte von mir sein, nur kann ich es nicht so ausdrucksvoll und treffend formulieren wie Du...
Auf jeden Fall finde ich mich wieder...


(12.10.13 18:31)
ஜ۩۞۩ஜ۩۞۩ஜ۩۞۩ஜ

für mich ist die frage, was ist vorm leben. das danach kann ich mir eher ein bisserl vorstellen. ein licht das näher kommt. und man entpuppt sich und fliegt als eine art schmetterling davon..

lg
ΞĻ ζФmmαηδαητe


Schattenengel / Website (12.10.13 21:49)
Sehr schön gesagt.
Auch mir hilft das Schreiben beim ordnen und entwickeln von Gedanken und Gedankenfetzen. Oft ist es so, dass irgendwas, das um mich herum passiert, erst beim Schreiben meiner vollen Aufmerksamkeit und Nachdenklichkeit zukommt und mir dadurch selbst Klarheit um dessen Bedeutung ein Gefühl von Zufriedenheit gibt.
Es ist wahrlich Freiheit. Freiheit in dem was man schreibt, denn man selbst entscheidet unbeeinflusst darüber.
Es ist die Freiheit des Künstlers, die mir am Schreiben so gut gefällt und die mich so sehr erfüllt.
Ich kann daher umhin nicht anders als dir zuzustimmen.


zwischensinn (13.10.13 08:58)
@ ehrlicheworte: Danke für deine anerkennente Worte!
Ich mag es gerne, diese Art von Texten zu schreiben und ich denke, dass es mir aus diesem Grund gut gelingt, die Dinge, wie du sagst, treffend und ausdrucksstark zu benennen und zu formulieren, bzw. nach den richtigen Worten zu suchen, damit der Leser meine Gedanken nachvollziehen kann.
Andere können z. B. besser Dichten oder ihre Erkenntnisse in eine Geschichte packen oder einfach den Moment, den sie erleben, beschreiben und somit an ihrer Welt teilhaben lassen.

@ el commandante: Es ist bedenkenswert... Du kommentierst mich mit ein, zwei Sätzen und wenn ich dir dann antworten will, entstehen daraus ganze Einträge... Siehe meinen nächsten Eintrag "Vor dem Leben = Nach dem Leben". Meine Antwort darfst du dir dann raussuchen. HEHE

@ Schattenengel: Danke für deine Ergänzung zu meinem Eintrag! Das waren die Gedankenanstöße, die ich gebraucht habe, um den Text zu vervollständigen, was mir gestern nicht gelingen wollte:

"Der Künstler kann nur schaffen, wenn er ohne Ablenkung, Wiederspruch und Bewertung/Beurteilung ist. Ein Mensch, der seine Gedanken und Gefühle im Gespräch formuliert, ist auch ein Schöpfer, der sich selbst im Moment des gesprochenen Wortes erschafft. Dazu braucht es einen Gesprächspartner, der in sich ruhend, in innerlichen Freiheit durch emotionale Unabhängigkeit und ohne Bewertungsmechanismen zuhören kann.

Mir schwebt das Bild einer Oma oder einer Tante vor, denen man vertraut, indem sie einem den notwendigen Raum geben, für einen da sind, sich nicht aufdrängen, nicht belehren, das Gesagte, so wie es ist, annehmen, und dem nichts erwiedern oder ergänzen. Ich habe diese Oma oder Tante nicht. Deswegen schreibe ich."

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